Jeder Baum ist ein Individuum. Selbst innerhalb derselben Baumart formt die Natur die unterschiedlichsten "Typen".; Bild: Archiv Landesforsten Rheinland-Pfalz
Jeder Baum ist ein Individuum. Selbst innerhalb derselben Baumart formt die Natur die unterschiedlichsten "Typen".; Bild: Archiv Landesforsten Rheinland-Pfalz

Die Natur produziert demnach auch keinen einheitlichen Rohstoff "Holz". Die Ausprägungen im Hinblick auf Aufbau, Form ,Volumen und Aussehen sind sehr unterschiedlich.

  • Der Standort - das heißt der Boden als Nahrungsquelle und Lebensraum, das Klima und die Höhenlage - bestimmt die optimalen Baumarten und deren Wuchspotential.
  • Licht wirkt sich auf das Wachstum und die Form des Individuums Baum aus. Lichteinfall auf die "Solarzellen" des Baumes, die Blätter und Nadeln, fördert das Wachstum. Der Stamm wird dick und die dem Licht zugewandten Äste werden sehr stark.
  • Daneben werden Wuchsform und Dimension eines Baumes durch viele weitere Einflüsse geprägt:

    • Das Erbgut gibt die Grundregeln mit.
    • Insektenfraß, Wild, Frost, schwere Schneelasten und andere natürliche Faktoren "stören"‘ das Wachstum insbesondere des jungen Baumes beziehungsweise zerstören Teile von ihm. Der Baum reagiert auf diese Einflüsse und bildet besondere Wuchsformen aus.
    • Innerhalb eines Waldes muss sich ein Baum auch gegenüber Konkurrenten behaupten. Die soziale Stellung bestimmt auch sein Äußeres.

  • Wird die Borke, der äußere Schutz eines Baumes, durch Hirschfraß, Hagel, starke Sonneneinstrahlung und anderes geschädigt, verändern eindringendes Wasser, Luft, Pilze und Insekten die Farbe und die Festigkeit des Holzes.