1. Holz nimmt eine interessante Mittelstellung zwischen hochfesten, wenig dehnbaren (wie Stahl, Beton) und wenig festen, stark dehnbaren Werkstoffen (Gummi, Plastik) ein.
  2. Holz besitzt hervorragende Festigkeitseigenschaften. Die höchste Festigkeit besitzt Seide. Ein Maß für die Festigkeit ist die  Zugfestigkeit. Sie bezeichnet die Länge, unter der ein Werkstoff aufgrund seines eigenen Gewichtes zerreißt. Fichtenholz hat eine Zugfestigkeit von 20 Kilometer, Aluminum eine Zugfestigkeit von 13 Kilometer, Baustahl eine Zugfestigkeit von 5 Kilometer. Holz verfügt über eine gute Knickfestigkeit, weswegen es noch heute als Stützelement eingesetzt wird.
  3. Holz warnt vor dem Zerbrechen aufgrund von Überlastung durch deutliche Geräusche. Deswegen wurde es vor allem im Bergbau als Stützelement sehr geschätzt.
  4. Holz verfügt über eine geringe Wärmeleitfähigkeit. Es ist daher hervorragend für den Holzhausbau geeignet. In der Ziegelproduktion hat man aus den günstigen Eigenschaften von Holz gelernt und deswegen Hohlräume eingebaut. Die Wärmeleitfähigkeit von Holz liegt bei 0,42, von Wasser bei 17, von Ziegelsteinen und Glas bei 19 und Aluminium bei 17.000 Kilojoule pro Stunde!
  5. Bei starker Wärmebildung verfügt Holz über eine geringe Wärmeausdehnung. Deswegen verziehen sich Holzkonstruktionen im Brandfall nicht. Beton und Stahl verlieren hingegen ihre Form. Holz ist zwar leicht entzündbar, bildet aber sofort ein Kohleschicht als Schutzschild.
  6. Holz ist im trockenen Zustand ein ausgezeichneter Isolator.
  7. Holz hat hervorragende akustische Eigenschaften. Viele klassische Instrumente werden aus Holz gebaut.
  8. Holz ist in seiner Struktur und Farbgebung sehr verschieden. Deswegen lässt sich für fast jeden Geschmack die richtige Holzart finden.