Hauspufferspeicher; Bild: Archiv Firma Jenni, Schweiz
Hauspufferspeicher; Bild: Archiv Firma Jenni, Schweiz

Große Effizienzsteigerung durch den Einsatz von Pufferspeichern bei der Holz-Sonne-Kopplung

Der Einbau eines ausreichend dimensionierten Pufferspeichers hat sowohl für den Geldbeutel des Hausbesitzenden, als auch für die Umwelt große Vorteile. In einigen neuen Holzheizanlagen werden die Pufferspeicher sogar über die gesetzlichen Vorschriften hinaus in einer Größenordnung von 100 oder mehr Liter Puffervolumen pro kW Kesselleistung eingebaut. Der Grund dafür liegt im kaum regelbaren Abbrand von Scheitholz. Um mit höchstem Wirkungsgrad und geringsten Emissionen zu verbrennen, muss Holz mit viel Sauerstoff, das heißt unter hohen Temperaturen, rasch abbrennen. 
Der dabei in kurzer Zeit in Wärme umgesetzte Energiegehalt des Holzes kann in einem gut isolierten Speichergefäß bis zum endgültigen Verbrauch "zwischengelagert" werden. In großen Pufferspeichern kann diese Wärme auch eine längere Zeit gespeichert werden, so dass man seltener Anheizen muss. Der Pufferspeicher erhält damit den Charakter eines sogenannten „Saisonspeichers“. 

Bei einem Holzkessel ohne Pufferspeicher würden öfter größere Menge des gerade erhitzten Wassers abgeführt werden, um den Kessel vor Überhitzung zu schützen. Gleichzeitig würde auch die Primärluftzufuhr des Kessels (Luftklappe) geschlossen werden, so dass es zu einem übelriechenden, feinstaubträchtigen Schwelbrand des Holzes käme. 

Ein Pufferspeicher ist aber gleichzeitig auch Voraussetzung für die thermische Nutzung von Sonnenenergie. 
In den Monaten der warmen Jahreszeit kann damit die Sonnenenergie zur Warmwasserbereitung oder auch zum Heizen in der Übergangszeit genutzt werden. 
Somit kann man den Pufferspeicher als Bindeglied zwischen Holz- und Sonnenenergienutzung bezeichnen. Gerade durch die heute sehr ausgereifte und ausgeklügelte Mess-, Steuerungs- und Regeltechnik können nun Holz- und Sonnenenergie über diesen gemeinsamen Speicher ergänzend genutzt werden. Pufferspeicher können bereits jetzt und wohl auch vermehrt in Zukunft eine weitere Funktion übernehmen.
In Zeiten mit sehr niedrigen bzw. negativen Strompreisen können sie mittels eines eingebauten Heizstabes Ihr Wasser kostengünstig mit Strom aufheizen.

Zu einem guten Heiz(ungs)system gehören neben dem Pufferspeicher, Qualitätsbrennholz und eine gut eingestellte und gewartete Holzheizanlage. Dies alles  zusammen garantiert Ihnen behagliches Wohnen und der Umwelt schadstofffreie Abgase und ein Minimum an Feinstaubbelastung.
Eine moderne Holzfeuerungstechnik ist heute sicherlich nicht ganz preiswert in der Anschaffung. Deshalb wird  Ihre Umstellung von fossilen Brennstoffen auf den erneuerbaren Energieträger Holz  durch staatliche Förderprogramme finanziell unterstützt.