1 Raummeter waldfrisches Buchenholz (= 100 Prozent relative Feuchte) ersetzt nur 110 Liter Heizöl, während 1 Raummeter lufttrockenes Buchenholz (15 Prozent relative Feuchte) 215 Liter Heizöl ersetzt.; Bild: Forstamt
1 Raummeter waldfrisches Buchenholz (= 100 Prozent relative Feuchte) ersetzt nur 110 Liter Heizöl, während 1 Raummeter lufttrockenes Buchenholz (15 Prozent relative Feuchte) 215 Liter Heizöl ersetzt.; Bild: Forstamt

Die relative Holzfeuchte (Wassergehalt in Prozent vom Trockengewicht) ist entscheidend für die Entwicklung des Heizwertes der Holzarten.
Je feuchter das Holz ist, um so mehr Energie ist für die Verdampfung des enthaltenen Wassers notwendig und desto weniger Nutzwärme steht zur Verfügung. Gleichzeitig sinkt die Verbrennungstemperatur stark ab, verbunden mit einem deutlichen Anstieg der Luftschadstoffe (Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoffe, Teer, Ruß) aufgrund der unvollständigen Verbrennung.

m Extremfall kann Holz so nass sein, dass die für die Trocknung benötigte Energiemenge größer ist als die freigesetzte Wärme, das Feuer verlöscht.
Je trockener das Holz ist, um so größer ist die nutzbare Wärmemenge und um so günstiger sind die Abgaswerte! Lufttrockenes Brennholz hat gegenüber waldfrischem Holz den doppelten Heizwert. Dies bedeutet, dass bei der Verfeuerung von lufttrockenem Holz nur halb so viel Brennstoff für den gleichen Energiebedarf benötigt wird.

Optimal für ein rasches Heruntertrocknen ist die luftige und sonnige Lagerung in gespaltenem Zustand unter Dach. Auf diese Weise kann die Zielfeuchte von 15 bis 20 Prozent bereits nach einem Jahr erreicht werden. Dann entspricht 1 Raummeter Eichen-/ Buchenbrennholz zirka 210 Liter Heizöl. Lagert man das Holz dagegen ungespalten als Rundling, erreicht man in der gleichen Zeit erst zirka 40 bis 50 Prozent relative Feuchte (1 Raummeter Eichen-/ Buchenbrennholz entspricht dann nur zirka 160 Liter Heizöl); die angestrebten 15 Prozent relative Feuchte werden bei unsachgemäßer Lagerung frühestens nach 3 bis 4 Jahren erreicht. Bei einem verzögerten Trocknungsprozess besteht allerdings die Gefahr der Besiedelung mit holzzerstörenden Pilzen (kritischer Feuchtebereich 50 bis 80 Prozent). Buche, Hainbuche, Esche und Ahorn sind hier besonders anfällig.

Daraus folgt die Empfehlung, das eingekaufte Holz möglichst schnell ofengerecht nach Länge und Durchmesser zu zerkleinern, um es in sonniger Lage abgedeckt und luftig zu stapeln. Abdeckplanen sollten an den Seiten der Stapel nicht wesentlich herunter gezogen werden. Bei Schichtung an Hauswänden und Mauern sollte zwischen Wand und Stapel ein genügender Abstand für die Hinterlüftung gewahrt bleiben. Das Aufsetzen der Holzscheite sollte möglichst zur Ost- oder Südseite hin erfolgen.

Je trockener das Brennholz, desto wirtschaftlicher sein Einsatz und umso sauberer die Verbrennung!