Das Forstamtgebäude
Hier finden Sie uns:
Forstamt Prüm
Tettenbusch 10
54595 Prüm
Foto: Forstamt Prüm

Das Gemeinschaftsforstamt Prüm in seiner jetzigen Form existiert seit 2004. Es setzt sich im Wesentlichen aus den ehemaligen Forstämtern Prüm und Schneifel zusammen. Das Forstamt Prüm ist seit 2009 ein TP-Forstamt, d.h. die technische Produktion wurde funktionalisiert.

Das Forstamt Prüm ist für 19.692 Hektar Wald, welcher sich auf dem Gebiet der Verbandsgemeinde Prüm und der nordöstlichen Gemarkungen der Verbandsgemeinde Arzfeld befindet, zuständig.

Wir sind für Sie der Ansprechpartner zu den Themen des Waldes wie Privatwaldberatung und -betreuung, Förderung der Forstwirtschaft, Freizeitangebote, Jagdmöglichkeiten, Umweltbildung, Brennholz und vieles mehr (siehe auch Dienstleistungen und Produkte).

Waldbesitzarten

59% der Wälder sind in privatem Besitz. Landesweit hat der Privatwald lediglich einen Flächenanteil von circa einem Viertel. Der Staats- und Kommunalwaldanteil beträgt im Forstamt Prüm jeweils circa 20%, hinzu kommen 2% Wald der Gemeinden Euscheid, Habscheid, Lichtenborn, Lünebach, Masthorn, Matzerath, Orlenbach, Pittenbach, Pronsfeld, Strickscheid, Üttfeld und Watzerath, die im Hofswaldzweckverband gemeinschaftlich bewirtschaftet werden. Das Forstamt beförstert insgesamt 30 Gemeinden.

Waldbesitzarten

Beim Prümer Privatwald handelt es sich hauptsächlich um Klein- und Kleinstprivatwald in Gemengelage. Die Förster des Forstamtes Prüm bieten den Waldbesitzern objektive Beratung und Betreuung. Näheres hierzu finden Sie unter der Rubrik „Dienstleistungen und Produkte“ im Reiter „Privatwaldbetreuung“.

Personal

Auf dem Weg zur Waldarbeit
Auf dem Weg zur Waldarbeit
Foto: Forstamt Prüm

Im Forstamt Prüm sind aktuell beschäftigt:

  • 1 Beamter des höheren Dienstes (Forstamtsleiter)
  • 1 Forstreferendar
  • 13 Beamte des gehobenen Dienstes (1 Büroleiter, 1 Technischer Produktionsleiter, 10 Revierleiter, 1 Gebietsförster)
  • 1 Forstwirtschaftsmeister (Assistent der Technischen Produktion)
  • 4 Angestellte (z.T. in Teilzeit)
  • 4 staatliche Forstwirte und 3 kommunale Forstwirte
  • 1 Verwaltungsarbeiterin (in Teilzeit)

Näheres hierzu finden Sie unter der Rubrik „Unser Team

Reviere

Das Forstamt Prüm ist in 10 Reviere untergliedert:

  • 3 reine Privatwaldbetreuungsreviere: PBR Bleialf,  PBR Schneifel und PBR Prüm
  • 6 gemischte Reviere: Gondenbrett, Hofswald, Sellerich, Rommersheim, Winterspelt und Roth
  • 1 reines Kommunalwaldrevier: Weinsheim

Die Wälder im Forstamtsbezirk

Die Wälder im Forstamtsbezirk Prüm befinden sich in der submontanen und montanen Wärmestufe.  Abhängig vom Standort variieren die Niederschläge zwischen 750 und weit über 1000 mm. Die meisten Waldböden sind nährstoffarm.


Die Wälder im Bereich des heutigen Forstamtes Prüm sind durch jahrhundertelange Bewirtschaftung durch den Menschen geprägt. Der Wald wurde vielseitig genutzt. Er diente unter anderem als Waldweide für das Vieh, zur Loh- und Brennholzgewinnung, das Laub wurde als Stallstreu genutzt und das Holz zum Bauen und für die Herstellung von Werkzeugen und Geräten verwendet. Die negativen Auswirkungen dieser intensiven Nutzung wirken bis heute nach.


Chronologisch folgend die wichtigsten Veränderungen in den Wäldern im Bereich des Forstamtes Prüm, welche zu ihrem heutigen Erscheinungsbild führten:

  • Entwaldung durch Kahlschlag von Buchenwäldern zur Gewinnung von Holzkohle für die Eisenindustrie gefolgt von Brandfeldbau und Viehweide, welche eine natürliche Wiederbewaldung der Kahlflächen verhinderten.
  • Ab Mitte des 19. Jahrhunderts angesichts eklatanter Holznot und zur Verbesserung des Klimas groß angelegte Wiederaufforstungen der verarmten, kahl liegenden Flächen mit der anspruchslosen, aber schnell wachsenden Fichte durch den preußischen Staat.
  • Im 2. Weltkrieg wurden mehrere Millionen Festmeter Holz durch Granatsplitter entwertet. Des Weiteren wurden riesige Waldflächen als Reparationshiebe kahl geschlagen und in der Nachkriegszeit wieder mit Fichte aufgeforstet.
  • In den letzten Jahrzehnten erfolgten vermehrt zufällige Nutzungen vor allem in der Fichte und in der Douglasie durch Windwurf.
  • Seit drei Jahrzehnten steigt der Anteil naturnah bewirtschafteter Wälder deutlich.
Foto: Forstamt Prüm
Foto: Forstamt Prüm

Die heutigen Wälder im Forstamtsbezirk sind von der Fichte dominiert, aber auch bedeutende Anteile von Buchen- und Eichenwäldern sind vorhanden (ehemalige Mittelwälder). Die Douglasie und zunehmend die Weißtanne spielen verstärkt eine Rolle. Heute beträgt der Waldflächenanteil an der Bodenfläche des Eifelkreises Bitburg-Prüm 36%.

Schutzgebiete im Forstamtsbezirk

Bedeutende Waldanteile im Bezirk des Forstamtes Prüm sind Schutzgebiete. In diesen haben verschiedene rechtliche Vorgaben Einfluss auf die Waldbewirtschaftung. Den größten Teil nehmen folgende Flora-Fauna-Habitat-Gebiete (FFH-Gebiete) ein:

  • FFH-Gebiet Schneifel
  • FFH-Gebiet Alf- und Bierbach
  • FFH-Gebiet Schönecker Schweiz
  • Teile des FFH-Gebietes Kyllhänge zwischen Auw und Daufenbach
  • Teile des FFH-Gebietes Ourtal

Es existieren Vogelschutzgebiete und Naturschutzgebiete. Abgesehen von den südlichen und südöstlichen Bereichen ist der komplette Forstamtsbezirk Teil des deutsch-belgischen Naturparks Hohes Venn-Eifel.

Holzeinschlag und Vermarktung

Im Forstamt werden jährlich, über alle Waldbesitzarten hinweg,  mehr als 100.000 Festmeter Holz eingeschlagen und vermarktet.

Die Holzvermarktung für den Staats- und Kommunalwald erfolgt durch Landesforsten Rheinland-Pfalz. Das Holz aus dem Privatwald wird über die Prümer Wald und Holz GmbH (PWH), der Vermarktungsorganisation des Waldbauvereins Prüm e.V., verkauft.