Blick vom Schindhübelturm; Bild: Burkhard Steckel
Blick vom Schindhübelturm; Bild: Burkhard Steckel

Das Forstamt Johanniskreuz – im Herzen des Pfälzerwaldes gelegen – mit seinen fast unendlich scheinenden Wäldern war schon immer ein klassisches Wandergebiet. Ausgehend von dem Knotenpunkt der sich kreuzenden Bundesstraße 48 und der Landstraße 499 bieten sich Wanderwege in alle Himmelsrichtungen an. Die umliegenden Höhenrücken wie Schwarzeneck, Schmalebene, Steinberg oder Kleiner Rothenberg sind auf ebenen oder nur mäßig geneigten Wegen leicht erreichbar. Dieses sternförmige Wegenetz bewog auch den 1902 gegründeten Pfälzerwaldverein dazu, alle überörtlichen Wegemarkierungen im Pfälzerwald von Johanniskreuz ausgehen zu lassen.

Wanderwege „Spurensuche“

Seit 2001 gibt es vier vom Forstamt Johanniskreuz angelegte örtliche Rundwanderwege mit einer durchschnittlichen Länge von 18 km. Dieses „Spurensuche“ genannte Wegenetz führt den Wanderer zu vielen kulturhistorisch bedeutsamen Stätten in den Waldgebieten zwischen Johanniskreuz, Aschbacherhof, Stüterhof, Trippstadt, Mückenwiese und Erlenbach. Tief im Wald verborgene Siedlungsreste, Triftanlagen, Grenzsteine und andere Relikte aus alten Zeiten wurden auf diese Weise wieder zugänglich gemacht und vor dem Vergessen bewahrt.
Karten mit informativen Texten und Bildern sind beim Forstamt und dem Haus der Nachhaltigkeit erhältlich.

Wanderwege - Spurensuche; Bild: Burkhard Steckel
Wanderwege - Spurensuche; Bild: Burkhard Steckel
Wanderwege - Spurensuche; Bild: Burkhard Steckel
Wanderwege - Spurensuche; Bild: Burkhard Steckel

Mountainbikepark Pfälzerwald

Der im April 2005 eröffnete Mountainbikepark Pfälzerwald erfüllt mit 5 Trails und einer Gesamtlänge von über 300 km höchste Ansprüche. Die Strecken wurden unter Beachtung von Umwelt- und Naturschutzaspekten ausgewählt und sind vorbildlich beschildert. Schnittpunkt aller Routen ist auch hier wieder Johanniskreuz.

Mountainbikepark Pfälzerwald; Bild: Burkhard Steckel
Mountainbikepark Pfälzerwald; Bild: Burkhard Steckel
Mountainbikepark Pfälzerwald; Bild: Burkhard Steckel
Mountainbikepark Pfälzerwald; Bild: Burkhard Steckel

Naturschutzgebiet Karlstal

Die romantische Schlucht sowie das Felsenmeer sind weit über die Grenzen der Pfalz hinaus bekannt. Der Buntsandstein (Karlstalschichten) bedeckt die steilen, von alten Buchen bewachsenen Hänge. Im Talgrund ist nur Platz für einen schmalen Pfad und den Bachlauf der Moosalb.

Naturschutzgebiet Karlstal; Bild: Burkhard Steckel
Naturschutzgebiet Karlstal; Bild: Burkhard Steckel
Naturschutzgebiet Karlstal; Bild: Burkhard Steckel
Naturschutzgebiet Karlstal; Bild: Burkhard Steckel
Naturschutzgebiet Karlstal; Bild: Burkhard Steckel
Naturschutzgebiet Karlstal; Bild: Burkhard Steckel

Barockschloss der Freiherrn von Hacke

Trippstadter Schloß - Barockschloss der Freiherrn v. Hacke; Bild: Burkhard Steckel
Trippstadter Schloß - Barockschloss der Freiherrn v. Hacke; Bild: Burkhard Steckel

Am Ortsrand von Trippstadt erhebt sich das 1766 erbaute Barockschloss der Freiherren von Hacke. Die Freiherren leiteten über drei Generationen das Forst- und Jagdwesen in der Kurpfalz. Es folgte 1833 die Familie von Gienanth, deren Name mit der damaligen Eisenverhüttung im Trippstadter Raum verbunden ist. Mit dem Verkauf im Jahre 1865 gelangte das Schloss in staatlichen Besitz und diente fortan als Sitz des Forstamtes und als forstliche Ausbildungsstätte. Seit 1987 bis heute beherbergt das Schloss die Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft von Rheinland-Pfalz.

Burgen im Elmsteiner Tal

Burg Elmstein; Bild: Burkhard Steckel
Burg Elmstein; Bild: Burkhard Steckel

Mächtige Bauwerke aus mittelalterlichen Zeiten sind die Burgen im Elmsteiner Tal. Zu den bekanntesten Burgen zählen Erfenstein und Spangenberg – der Sage nach einstmals in schwindelnder Höhe quer über das Tal mit einer ledernen Brücke verbunden.
Es folgt beim Breitensteiner Tal die Burg Breitenstein. Versteckt hinter hohen Bäumen liegt sie seit ihrer Zerstörung in einem Dornröschenschlaf. Letzte Burgruine vor Johanniskreuz ist die Burg Elmstein, oberhalb des gleichnamigen Ortes.

Heidelsburg

Heidelsburg; Bild: Burkhard Steckel
Heidelsburg; Bild: Burkhard Steckel

Keine mittelalterliche Burg sondern eine spätrömische Siedlungsanlage ist die Heidelsburg im Schwarzbachtal zwischen Clausensee und Waldfischbach-Burgalben.
Ausgrabungen förderten neben einem umfangreichen Hortfund von landwirtschaftlichen Geräten auch die Grabplatte eines römischen Waldhüters zutage. Dieser „Saltuarius“ darf als erster Förster im Pfälzerwald angesehen werden. Die Kopie der Grabplatte ist in der Felswand unterhalb der Heidelsburg eingelassen.

Speyerbach

Das Elmsteiner Tal ist geprägt vom Speyerbach, der für seine ausgezeichnete Wasserqualität bekannt ist. Der Speyerbach diente bis zum Jahre 1906 wie viele seiner Zuflüsse über Jahrhunderte als Triftbach, in dem kurze Holzstücke bis zum Rhein und in die holzarme Vorderpfalz transportiert wurden. Noch heute sind viele steinerne Relikte aus dieser Zeit wie Klausen, Stauwehre und Quadermauerwerke erhalten.

Trift (Speyerbach); Bild: Burkhard Steckel
Trift (Speyerbach); Bild: Burkhard Steckel
Trift (Speyerbach); Bild: Burkhard Steckel
Trift (Speyerbach); Bild: Burkhard Steckel

Forsthaus Johanniskreuz

Forsthaus Johanniskreuz; Bild: Burkhard Steckel
Forsthaus Johanniskreuz; Bild: Burkhard Steckel

Erbaut 1826/ 1827, ältestes Haus in Johanniskreuz, in dem Forstgeschichte geschrieben wurde. Im Jahre 1843 trafen sich im Forsthaus zu Johanniskreuz pfälzische und bayerische Forstleute, um Bewirtschaftungsregeln für die Waldungen zwischen Haardt und Westrich zu erstellen. Die Forstleute hatten erkannt, dass es sich um ein geologisch einheitliches Buntsandsteingebirge handelt, und gaben diesem den Namen „Pfälzerwald“. Dieser Begriff wurde bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts nur forstlicherseits verwendet.