Die Jugendgruppe aus Insul gewinnt bei "Unser Dorf hat Zukunft" ersten Platz

Die Jugendgruppe Insul vor einem der markierten und kartierten Spechtbäume. In der Mitte steht Revierförster Olaf Oldenburg, der erste Beigeordnete Udo Breuer rechts daneben, ganz links Gemeinderatsmitglied Gert Stappen und voller Stolz zeigt rechts Ort
Die Jugendgruppe Insul vor einem der markierten und kartierten Spechtbäume. In der Mitte steht Revierförster Olaf Oldenburg, der erste Beigeordnete Udo Breuer rechts daneben, ganz links Gemeinderatsmitglied Gert Stappen und voller Stolz zeigt rechts Ortsbürgermeister Ewald Neiß auf das nun kartierte "ökologische Gold" der Gemeinde Insul; Foto: Gregor Jonas

Einen wichtigen Beitrag für unsere Umwelt und somit unsere Zukunft leisteten zehn Jugendliche im Gemeindewald Insul. Nach einer Einführung in die Bedeutung von Totholz für die biologische Vielfalt durch Ortsbürgermeister Ewald Neiß und Revierförster Olaf Oldenburg, sowie dem Kennenlernen der heimischen Spechtarten, machten sie sich motiviert auf die Suche. Ziel war es, möglichst viele Spechtbäume im Gemeindewald zu finden, mit farbigen Bändern zu markieren und die Lage der Bäume in einer Karte festzuhalten. 

Am 9. Mai 2012 präsentierte die Jugendgruppe aus Insul ihre Ergebnisse bei der Ortsbesichtigung der Kommission "Unser Dorf hat Zukunft". Das Projekt und die Präsentation überzeugte die Kommission unter der Leitung von Raimund Pfennig. Sie vergaben den ersten Preis, der mit 1.250,00 Euro dotiert ist, an die Jugendgruppe Insul. Die Übergabe des Preises und einer Urkunde wird durch Landrat Dr.Jürgen Pföhler im Dezember 2012 im Kreishaus Ahrweiler erfolgen. Die Aktiven der Jugendgruppe sind Lars Breuer, Aaron Dung, David Göken, Nico Gründler, Amelie Larscheid, Tician Manhillen, Michelle Pitzen, Henry Schmitz, Leon Schmitz und Monique Weser. 

Die gesammelten Daten werden zukünftig von Förster Oldenburg vom Forstamt Adenau bei der Bewirtschaftung des Gemeindewaldes Insul berücksichtigt. Sie werden in das BAT-Konzept (Konzept zum Umgang mit Biotopbäumen, Altbäumen und Totholz bei Landesforsten Rheinland-Pfalz) integriert. Biotopbäume wie zum Beispiel Spechtbäume werden gemeinsam mit mehreren benachbarten Bäumen dauerhaft markiert und kartiert. In diesen Bereichen werden zukünftig keine forstlichen Maßnahmen mehr durchgeführt, die Bäume bleiben bis zur natürlichen Zersetzung auf der Fläche. 

Mit der gruppierten Verteilung von Totholzvorkommen sichert Landesforsten Rheinland-Pfalz vorsorglich Lebensräume für Pflanzen- und Tierarten. Gleichzeitig dient diese Vorgehensweise der Arbeitssicherheit bei der Waldbewirtschaftung, stellen abgestorbene Bäume und Äste schließlich eine besondere Gefährdung dar.