Schweißhundeeignungsprüfung des Vereins Hirschmann im Staatswald des Forstamtes Adenau

Fährtensau Leni mit ihrem Führer Patrick Winter bei der Arbeit; Foto Ingrid Lamour

Waldbesucher, die am 13. September früh morgens im Staatswaldteil Langhardt des Forstamtes Adenau bei Hohenleimbach unterwegs waren, werden sich die Augen gerieben haben. Wildschwein „Leni“ marschierte zügig an Brustgeschirr und Leine mit seinem Besitzer Patrick Winter aus Hannebach durch den Wald. Verfolgt wurden sie von Jürgen Schlüter, einem Richter des Vereins Hirschmann, der die Fährte von Wildschein „Leni“ unauffällig markierte, damit er diese auch exakt wiederfindet, wenn er seine Prüflinge später am Tag zur Arbeit auf „Lenis“  Fährte aufgefordert. Die Arbeit an der „kalten Gesundfährte“ einer geführten Sau war an diesem Samstag nur ein Prüfungsfach, dem sich die drei jungen Hannoverschen Schweißhunde des Vereins Hirschmann mit ihren Führern stellen mussten.Der Hannoversche Schweißhund ist ein Spezialist für die Suche nach verletztem Wild. Er ist in der Lage nach Stunden, ja sogar nach mehreren Tagen, die Fährte einzelner kranker Tiere aus dem Fährtengewirr anderen Wildes herauszuarbeiten. Geübt wird diese wichtige, tierschutzrelevante Aufgabe auf künstlich hergestellten „Wundfährten“ oder eben wie hier, an der einzelnen Fährte einer gesunden Sau.

Die erfolgreichen Hundeführer v.l.n.r.: Markus Bell, Peter Kleinz, Gilbert Titeux; Foto Ingrid Lamour

Während sich Wildschwein Leni schon wieder in ihrer heimatlichen Suhle befand, mussten sich Hunde und Führer noch den Fächern Vorsuche und Verweisen, Gehorsam, Leinenführigkeit, Sozialverhalten gegenüber Mensch und Tier, Ablegen und nicht zu vergessen, der Pendelsau stellen. Bei dieser  Attacke einer Schwarzwildattrappe aus einem dichten Fichtenverhau heraus konnten die jungen Hunde ihren Mut und Schneid den Prüfern und interessierten Zuschauen beweisen.Am späten Nachmittag, nachdem alle Prüfungsfächer abgearbeitet waren, durften alle drei Hundeführer die Prüfungsurkunde für ihre nun „brauchbaren“ und geeigneten Schweißhunde mit nach Hause nehmen. Mit der Schweißhundeeignungsprüfung ist für die jungen Hannoverschen Schweißhunde nun der erste Schritt in ein arbeitsreiches, wichtiges aber auch gefährliches Leben als  Nachsuchenspezialisten getan.

Die nächste Prüfung findet an gleicher Stelle am 10.09.2016 statt.