Windwurf im Forstamtsgarten; Foto: Andreas Michel
Windwurf im Forstamtsgarten; Foto: Andreas Michel

Vorgeschichte:

In der Nacht vom 28. Februar auf den 1. März 2008 zog das Sturmtief „Emma“ über Mitteleuropa und richtete dabei Schäden in Millionenhöhe an. Betroffen war auch das Dienstgebäude des Forstamtes Adenau, denn der Sturm warf einige Fichten, die im Forstamtsgarten angrenzend zur B 257 standen, in den Garten. Dabei wurde auch die Stromleitung heruntergerissen, der Dachmast auf dem Forstamtsgebäude geknickt und durch die herunterschlagende Leitung ein Dachfenster eingedrückt. Personen kamen nicht zu Schaden. 

Durch dieses Ereignis sensibilisiert, wurde beschlossen, die komplette Baumreihe zur B 257 zu entfernen und durch Hecken zu ersetzen. Eine Große Küstentanne, die am angrenzenden Waldrand stand und eine starke Neigung Richtung Forstamt hatte, sollte ebenfalls gefällt werden. Die Gefahr, dass durch weitere umstürzende Bäume das Forstamtsgebäude beschädigt oder ein Verkehrsunfall auf der B 257 verursacht würde, war zu groß.

Am 15. September 2008 war es dann soweit: Bei der Kreisverwaltung Ahrweiler war die Genehmigung zur kurzfristigen Sperrung der B 257 eingeholt, für den Gefahrenbereich eine Geschwindigkeitsbeschränkung ausgeschildert und die Stromleitung durch den Stromversorger abgehängt und in Sicherheit gebracht worden 

Unterstützt von Holzrücker Thomas Paaß fällten dann Forstwirt Volker Pantenburg und unsere Auszubildenden die betreffenden Bäume. Jeder Baum wurde mit dem Rückseil gesichert und in die richtige Fallrichtung in den Forstamtsgarten gezogen. Konnte das Stahlseil bei den kleineren Fichten am Rand zu Straße noch mit einer Leiter in der richtigen Höhe angebracht werden, musste bei der Küstentanne unser Technischer Produktionsassistent Robert Kasper ran. Als ausgebildeter Zapfenpflücker war das Erklettern der Tanne mit Steigeisen und das Anbringen des Rückeseils für ihn kein Problem. Die seilunterstützte Fällung der Tanne in Richtung Wald verlief dann ohne Zwischenfälle. Alle Bäume wurden mit der Zange des Schleppers in Richtung Wald gelagert, anschließend mit der Seilwinde in den Wald gezogen, dort entastet und an einen Weg gerückt, von wo aus sie zu einem späteren Zeitpunkt verlauft werden.

Anschließend noch einige Bilder von der Fällaktion. Durch Anklicken vergrößern sich die Bilder.

Fotos: Andreas Michel