Die beiden Forstämter Ahrweiler und Adenau sowie der Waldbauverein Ahrweiler vermittelten auf der Erlebnismeile Botschaften und Emotionen rund um das Thema „Wald“.
In einer kleinen Ausstellung präsentieren die Förster die Waldentwicklung der letzten 200 Jahre in der Ahreifel.
Viele Besucher interessierten sich für den gemeinsamen Auftritt der drei „Waldakteure“ des Kreises Ahrweiler.
Die Förster freuen sich im schattigen "Waldambiente" auf die zahlreichen gutgelaunten Gäste.
Klein und Groß hatten Spaß daran, sich am Baumscheibenpuzzle zu versuchen.
Forstamtsleiter Bolko Haase und Försterin Elke Schmidt-Ebi erläutern den Gästen Interessantes über Baumsamen.
Die Besucher informieren sich sowohl an Stellwänden als auch im gemeinsamen Gespräch mit den Standbetreuern über den Wald im Kreisgebiet.
Die beiden Forstamtsleiter Winand Schmitz (rechts) und Bolko Haase (Mitte) hier im Gespräch mit Horst Gies, dem 1. Kreisbeigeordneten und MdL.
Bernd Schiffarth, Geschäftsführer des Walbauvereins Ahrweiler, (rechts) und Forstamtsleiter Winand Schmitz begrüßen Verbandsbürgermeister Guido Nisius und dessen Frau "im Wald".
Die rustikale Eichenbank im Waldambiente lädt nicht nur die Zweibeiner zum Verweilen ein.

(Alle Fotos: Dietmar Ebi / Forstamt Adenau)

Der Kreis Ahrweiler feiert im Jahr 2016 sein zweihundertjähriges Bestehen. Die Geburtsstunde schlug nach den Wehen des Wiener Kongresses am 14. Mai 1816. Anlässlich des zweihundertsten Jahrestages fand in Ahrweiler am 22. Mai 2016 eine große Erlebnismeile statt, auf der sich Akteure aus der Region mit Ständen präsentieren konnten.

Rund 51 Prozent der Kreisfläche sind mit Wald bedeckt. Im westlichen Kreisgebiet, in den Verbandsgemeinden Adenau und Altenahr, liegt der Waldanteil sogar bei über 70 Prozent. Es war daher eine Selbstverständlichkeit, dass sich die vorherrschende Landnutzungsform auch anlässlich der zentralen Jubiläumsfeier präsentiert. Ein Team der beiden Forstämter Ahrweiler und Adenau sowie des Waldbauvereins Ahrweiler stellte sich der Herausforderung, diesen Auftritt vorzubereiten und zu organisieren.

Schnell kristallisierte sich heraus, dass nicht die Forsttechnik, sondern der Wald selbst im Mittelpunkt stehen sollte. Wie hat sich die Waldfläche in den letzten 200 Jahren entwickelt? Welchen Änderungen der gesellschaftlichen Ansprüche musste der Wald genügen? Solche oder ähnliche Fragen standen im Zentrum der Überlegungen. Schnell war eine Flut von Informationen gesammelt. Die schwierigste Aufgabe bestand nun darin, die Flut auf Kernbotschaften einzudampfen und „mundgerecht“ in eine anschauliche Präsentation zu gießen.

News über den Wald lassen sich am Besten im stimmungsvollen Ambiente einer Waldkulisse vermitteln. Doch dem „Waldteam“ stand lediglich eine Wiese am Ahrufer in Bad Neuenahr-Ahrweiler zur Verfügung. Was also tun, wenn kein Wald in der Nähe ist? Richtig! Den Wald in die Stadt holen. Nach Kontakten mit dem Team von KOMMA entstand eine Idee, die ab sofort auch über den Verleihshop von Landesforsten bezogen werden kann - der Pavillon „Mitten im Wald“. Dieser wurde auf der Ahrweiler-Erlebnismeile erstmalig dem Publikum vorgestellt - und erregte mit seiner Einzigartigkeit viel Aufmerksamkeit.

Die Ahrweiler-Erlebnismeile am Sonntag, den 22. Mai 2016 fand in der Bevölkerung großen Anklang. Die Besucherzahlen waren enorm. Viele Menschen besuchten den Auftritt der beiden Forstämter und des Waldbauvereins und zeigten mit ihren vielen und gezielten Fragen ihr Interesse an der Natur und v. a. am Wald. Damit der Besuch „Mitten im Wald“ einen bleibenden Eindruck hinterlässt und dieser vielleicht sogar noch „anwächst“ konnten die Waldgäste den Baum des Jahres 2016, die Winter-Linde, als Containerpflanze mitnehmen.