Frischlingscamp führt 25 Kinder eine Woche in den Adenauer Staatswald

Bogenschießen, Klettern, Kochen am offenen Feuer und vieles mehr standen auf dem Programm für sechs bis zwölf Jahre alte Kinder. Das Forstamt Adenau hatte erstmalig in Zusammenarbeit mit der Verbandsgemeinde Adenau zu einem einwöchigen Ferienbetreuungsprogramm eingeladen Unter dem Motto „Frischlingscamp – Auf den Spuren von Robin Hood im Adenauer Forst“ konnten die Teilnehmer eine erlebnisreiche Woche im Wald verbringen. Die Teilnehmerzahl war auf 25 begrenzt.

Kleingruppe in ihrem Lager; Foto: Dietmar Ebi
Kleingruppe in ihrem Lager; Foto: Dietmar Ebi

Nach anfänglichem Kennenlernen und Erkunden der Umgebung erkannten die Kinder schnell, dass es für unsere Vorfahren im Mittelalter gar nicht so einfach war, wenn sie im Wald überleben wollten. Es war viel Wissen über Pflanzen und Tiere erforderlich und viele handwerklichen Fertigkeiten waren notwendig.

Schon bei der Errichtung eines Lagers wurde es schwierig ohne moderne Hilfsmittel auszukommen. Doch als dann die Aufgabe gestellt wurde, Materialien zu sammeln, die wärmen oder als Nahrung dienen können, wurde es kniffelig. Die 25 Waldläufer aus dem Bereich der Verbandsgemeinde Adenau waren jedoch mit viel Begeisterung bei der Sache und bewältigten ihre Aufgabe mit viel Pfiffigkeit.

Junge Bogenschützin auf der Jagd; Foto: Dietmar Ebi
Junge Bogenschützin auf der Jagd; Foto: Dietmar Ebi

Als Förster Dietmar Ebi und sein Betreuerteam den Kindern ankündigten, dass nun dringend Waffen zur Jagd und Verteidigung gebaut werden müssen, waren nicht nur die Jungen begeistert. Aus Haselnussstäben wurden Flitzebögen und Steinschleudern gebaut. Selbstverständlich wurde anschließend der Umgang mit diesen Waffen geübt. Beim abschließenden Wettkampf im Bogenschießen wurde ganz schnell klar, wie schwierig es ist, mit solch einer Waffe seine Nahrung zu erlegen.

Eine Eiche wird bis auf 14 Meter Höhe „erstürmt“; Foto: Dietmar Ebi
Eine Eiche wird bis auf 14 Meter Höhe „erstürmt“; Foto: Dietmar Ebi

Ein weiterer Höhepunkt dieser Woche im Rahmen „Ferien ohne Koffer“ war das Erklettern von Bäumen. Eine Eiche und eine Douglasie waren so vorbereitet, dass die Kinder ihre Gewandtheit und ihren Mut bis zu einer Höhe von 14 Metern unter Beweis stellen konnten. Gesichert mit moderner Kletterausrüstung stellten sich die Kinder dieser Herausforderung mit viel Begeisterung.

Gruppe „Schlaue Füchse“ trägt beim gemeinsamen Abschluss mit den Eltern selbst getextetes Lied vor; Foto: Dietmar Ebi
Gruppe „Schlaue Füchse“ trägt beim gemeinsamen Abschluss mit den Eltern selbst getextetes Lied vor; Foto: Dietmar Ebi

 Zum Abschluss der Waldwoche wurden die Eltern eingeladen. Die einzelnen Gruppen hatten hierzu kleine Vorführungen vorbereitet. Von einem selbst getexteten Lied bis hin zu einem Sinnesparcours reichte die Palette der Präsentationen. Bei Getränken, Kaffee, Kuchen und herrlichem Wetter waren die Kinder nicht zu bremsen. Sie zeigten und erklärten ihren Eltern, wo sie welche Besonderheiten in dieser Woche erlebt hatten. Eine ereignisreiche Woche fand so ihren Abschluss.