Besonders wichtig ist es, dass Sie sich sofort nach einem Waldbesuch absuchen und eine gefundene Zecke unverzüglich entfernen. Denn in den ersten 12 Stunden nach einem Biss findet kaum eine Übertragung des Erregers statt. Die Zecke entfernen Sie sie mit einer Pinzette, notfalls auch mit den Fingernägeln, indem Sie das Tier möglichst weit vorne an den Mundwerkzeugen packen und mit einer Drehung aus der Haut ziehen. Verwenden Sie kein Öl, Klebstoff oder ähnliches, denn beim langsamen Ersticken entleert die Zecke ihren Mageninhalt und übergibt Ihnen somit die gesamten Krankheitserreger. Spätestens dann kann es zu einer Infizierung kommen. Ähnlich verhält es sich mit dem Gebrauch der sogenannten Zeckenzangen, die Quetschungen des Zeckendarmes hervorrufen können. Nach dem Entfernen die Hautstelle mit Jod oder Alkohol desinfizieren. Wichtig ist es, dass der Zeckenleib vollständig entfernt wird. Bleibt zum Beispiel der Kopf der Zecke stecken, sollte dieser von einem Arzt oder einer Ärztin entfernt werden. Ein Arztbesuch ist ebenfalls erforderlich, wenn Sie die oben genannten Symptome an sich bemerken, obwohl Sie einen Zeckenstich nicht bemerkt haben. Nur etwa 30 Prozent der an Borreliose Erkrankten können sich an einen Zeckenstich überhaupt erinnern. Wenn Sie unsere Hinweise beachten, können Sie beruhigt Ihre Freizeit im Wald genießen. Also, viel Spaß beim nächsten Spaziergang!