Fuchswelpe; Bild: Landesforsten
Fuchswelpe; Bild: Landesforsten

Der nur 2 bis 3 Zentimeter lange Kleine Fuchsbandwurm lebt als Parasit im Dünndarm des Fuchses. Mit dem Kot des Fuchses gelangen die Eier des Fuchsbandwurmes in die Umwelt. Sie liegen auf Gräsern, Beeren, Pilzen und allem, was sich in der Nähe des Waldbodens befindet. Die Eier werden mit der Nahrung von Kleinsäugern, meist Mäusen, aufgenommen, die als sogenannte „Zwischenwirte“ fungieren. Im Darm der Maus schlüpft eine Larve, durchbohrt die Darmwand und gelangt über den Blutstrom in die Leber. Dort vermehrt sie sich ungeschlechtlich und in einer sogenannten „Finne“ entstehen hunderte neue Bandwurmanlagen (Kopfanlagen). Dieses tumorartige Gebilde wächst immer mehr in der Leber, so dass sich das Organ erheblich vergrößert. Die Maus wird dadurch geschwächt und ist so eine leichte Beute für den Fuchs. Im Darm des Fuchses bildet sich aus jeder Kopfanlage ein erwachsener Bandwurm, so dass der Kreislauf geschlossen ist. Der erwachsene Fuchs lässt sich übrigens von den Würmern in seinem Darm selten stören. Er wirkt in der Regel völlig gesund. 

Als Folge der zunehmenden Besiedelung von Städten und bewohnten Gebieten durch Füchse können Eier des Kleinen Fuchsbandwurms auch in das städtische Umfeld des Menschen gelangen. Auch Hunde und Katzen können sich daher infizieren, z.B. wenn sie Mäuse fangen. Die Haustiere sind zwar seltener Träger des Parasiten - wegen ihrer Nähe zum Menschen ist aber trotzdem Vorsicht geboten.