Fuchs; Bild: Landesforsten
Fuchs; Bild: Landesforsten

Laut Robert Koch-Institut infiziert sich der Mensch, wenn er die Eier des Fuchsbandwurmes über den Mund aufnimmt und dann als „Fehlzwischenwirt“ fungiert. Entweder über verunreinigte Hände, zum Beispiel nach direktem Kontakt mit infizierten Füchsen (oder auch Hunden, seltener Katzen), an deren Fell die Eier haften können oder über den Verzehr verunreinigter bodennaher Waldfrüchte. Allerdings ist bislang nicht eindeutig geklärt, in welchem Umfang sich Menschen durch verunreinigte Nahrungsmittel oder kontaminiertes Wasser anstecken können. Bei Landwirten wird auch das Einatmen und Verschlucken von Staub als Ansteckungsweg diskutiert (z.B. beim Mähdreschen). Eine Infektion durch den Genuss von rohen pflanzlichen Nahrungsmitteln wie beispielsweise Waldfrüchten oder Gemüse aus Freilandkultur, die mit kontaminiertem Fuchskot verunreinigt sind, scheint nach bisherigem Wissen zumindest sehr wahrscheinlich. 

Besonders Jägerinnen und Förster sind gefährdet, wenn sie infizierte Füchse berühren. Es besteht außerdem die Möglichkeit, sich über infizierte Hunde und Katzen anzustecken. Die Eier können im Fell hängen bleiben. Beim Streicheln des tierischen Lieblings kann ein Ei verschluckt werden oder an den Händen haftend in Kontakt mit dem Mund kommen.