Fuchswelpe; Bild: Landesforsten
Fuchswelpe; Bild: Landesforsten

Da es auch keine vorbeugende Schutzimpfung gibt, haben Maßnahmen zur Verhütung der Infektion absoluten Vorrang. Dabei ist zu beachten, dass die Eier sehr resistent gegen die meisten Umwelteinflüsse sind, aber empfindlich gegenüber Erhitzung und Austrocknung.

Für die vor allem gefährdeten Jäger und sonstigen Berufe der Land- und Forstwirtschaft gilt: tote Tiere nur mit Plastikhandschuhen anfassen und vor allem beim Abbalgen einem Mundschutz benutzen. Füchse sollten vor dem Abbalgen eingenässt werden.

Für die Bevölkerung insgesamt wird empfohlen, beim Sammeln und Rohverzehr bodennaher Waldpflanzen wichtige Grundregeln der Hygiene zu beachten:

  • Verzehren Sie Waldfrüchte, zum Beispiel Beeren, Pilze und andere, (aber auch Gemüse, Salat und Beeren aus Freilandkulturen) sowie Fallobst auf keinen Fall ungewaschen.
  • Abwaschen alleine bringt allerdings keine hundertprozentige Sicherheit. Um ganz sicher zu gehen, können Sie Waldfrüchte trocknen oder Sie vor dem Verzehr erhitzen. Ab 60 Grad Celsius werden die Eier in wenigen Minuten abgetötet. Anders ist es beim Einfrieren, die Eier überstehen alle Minus-Temperaturen, auf die selbst die leistungsfähigste Kühltruhe herunter frieren kann. Auch gegen handelsübliche Desinfektionsmittel sind die Eier weitgehend resistent.
  • Fassen Sie tote oder lebende Füchse nicht an!
  • Waschen sie Ihre Hände gründlich, wenn sie Wald-, Feld- und Gartenarbeit erledigt haben.
  • Füchse dringen auch in menschliche Siedlungen ein! Speziell wenn Sie Fuchslosung im Garten finden, ist besondere Vorsicht angebracht. Füttern Sie die Tiere nicht und ermöglichen Sie ihnen auch keinen Zugang zu Futter und Abfällen.
  • Bei Hunden und Katzen, die unbeaufsichtigt streunen und Mäuse jagen und fressen, sollte man regelmäßig eine Entwurmung mit einem auch gegen Bandwürmer wirksamen Präparat durchführen oder zumindest den Kot regelmäßig auf Bandwurmeier untersuchen lassen.