Wir brauchen ein sehr weitgehendes Verständnis der Waldökosysteme.; Bild: Markus Hoffmann
Wir brauchen ein sehr weitgehendes Verständnis der Waldökosysteme.; Bild: Markus Hoffmann

Wälder sind offene und vielfältig vernetzte Systeme, die mit ihrer Umwelt Stoffe, Energie und genetische Informationen austauschen. Damit sind sie allen externen Belastungen ausgesetzt, sei es durch naturbedingte Witterungsereignisse, sei es durch direkte oder indirekte menschliche Eingriffe wie zum Beispiel Waldnutzungen oder Schadstoffeinträge aus der Luft.

Wenn wir den Wald erhalten und seine vielfältigen Funktionen dauerhaft sichern wollen, brauchen wir ein sehr weitgehendes Verständnis der Funktionsweise der Waldökosysteme und ihrer Wechselwirkungen mit der Umwelt. 
Stabile Waldökosysteme sind durch ein dynamisches Fließgleichgewicht gekennzeichnet, das durch systeminterne Regelungs- und Reparaturvorgänge ausbalanciert wird. Der stete Wandel ist daher für unsere Waldökosysteme viel bezeichnender als ein zu einem bestimmten Zeitpunkt einmal erreichter Zustand.
Überschreiten die externen Belastungen die systemspezifischen Toleranzgrenzen, so kann dieses dynamische Fließgleichgewicht jedoch so stark verändert werden, dass eine Rückkehr zu dem Ausgangszustand durch natürliche Regelungsvorgänge nicht mehr möglich ist. 

Um diese kritischen Grenzen kennen zu lernen und um langfristige Auswirkungen der verschiedenen natürlichen und durch menschliche Einflüsse ausgelösten Belastungen auf Waldökosysteme abschätzen zu können, sind umfassende, interdisziplinäre und langfristige Untersuchungen erforderlich. 
Hierzu führt die Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft in enger Zusammenarbeit mit anderen Forschungseinrichtungen eingehende Untersuchungen zum Stoffhaushalt der Waldökosysteme und ihrer Reaktionen auf natürliche und anthropogene Umwelteinflüsse durch. 

Informationen und Handlungsempfehlungen zur Buchenkrankheit finden Sie auf der Website: Buchenkrankheit - Interreg-Projekt