Buchenkeimlinge; Bild: Landesforsten Rheinland-Pfalz
Buchenkeimlinge; Bild: Landesforsten Rheinland-Pfalz

Klimaveränderung (global warming) und Luftverschmutzung bewirken deutliche Veränderungen im Wasser- und Nährstoffhaushalt der Wälder und haben Einfluss auf das Wachstum der Bäume. Durch diese Veränderungen verlieren die bisherigen langjährigen Erfahrungen und Erkenntnisse aus langfristig durchgeführten wissenschaftlichen Untersuchungen zunehmend an Aussagekraft.

Daher sind Untersuchungen zum Standort als Einheit von Klima und Boden sowie zum Wachstum der Bäume Grundlagen für eine verantwortungsvolle, naturnahe Nutzung unserer Wälder. Naturnahe Forstwirtschaft stützt sich auf die natürliche Dynamik von Wachstumsvorgängen und betont dabei besonders die standortgerechte Zusammensetzung der Baumarten, die natürliche Ansamung und den Einsatz von umweltschonenden Waldpflegeverfahren und Nutzungstechniken.

Waldbauliche Verfahren zur zielgerichteten Steuerung des Baum- und Waldwachstums werden daher auf ihre Tauglichkeit im Sinne naturnahen und nachhaltigen Wirtschaftens geprüft. Untersucht werden Verfahren zur Naturverjüngung und zur Erzielung laubbaumreicher Mischbestände. Langfristig beobachtet- meist weit mehr als 30 Jahre - werden die Wachstumsabläufe der Bäume in Konkurrenz miteinander und deren Reaktion auf veränderte Umweltbedingungen.

Auch ökonomische Fragestellungen sind zu bearbeiten, denn der nachhaltigen und wirtschaftlichen Erzeugung und Nutzung des Ökorohstoffes Holz in unseren Wäldern kommt angesichts weltweit knapper werdender Ressourcen eine steigende Bedeutung zu.