Bauholz bindet Kohlendioxid auf Dauer.; Bild: Archiv Landesforsten Rheinland-Pfalz
Bauholz bindet Kohlendioxid auf Dauer.; Bild: Archiv Landesforsten Rheinland-Pfalz

Holz weist gegenüber anderen Rohstoffen eine unschlagbare Öko-Bilanz auf. Für den Bereitstellungsprozess des Rohstoffes Holz von der Pflanzung bis zur Lagerung an der Waldstraße sind nur 4 Prozent der im Holz gespeicherten Energie in Form von fossiler Energie notwendig. 

Hinsichtlich des Primärenergieverbrauch und der daraus resultierenden CO2-Bilanz weist die natürliche Holzproduktion ein sehr günstiges Ergebnis auf. Vom Beginn der Produktion bis zu seiner Entsorgung hat Holz im Vergleich mit anderen Produkten eine Umweltverträglichkeitsprüfung nicht zu scheuen. 

Vergleichen wir die Fertigung von einem Kubikmeter verschiedener Materialien und die dazu notwendige Produktionsenergie, so wird deutlich, dass die Holzproduktion einzigartig zukunftsfähig ist:

Rohstoff Energie in Kilowattstunden
Aluminium 197.180
Stahl 56.839
Glas 15.908
Polyurethan 1.061
Backstein 877
Beton 348
Holz 175

Quelle: Fachhochschule Rosenheim - Institut für Holztechnik in: Internetauftritt der Metla Finland.

Holz ist gespeicherte Sonnenenergie

Die Photosynthese ist die Urformel allen Lebens auf der Erde. Von ihr sind alle Organismen – zuletzt auch der Mensch – über die Nahrungskette abhängig.

Über die Photosynthese wird Sonnenenergie in chemisch gebundene Energie umgewandelt und im Holz gespeichert. Eine einzigartige Solartechnik. Zur Produktion von 1000 Kilogramm Holz (absolut trocken = atro) werden 1851 Kilogramm Kohlendioxyd und 1082 Kilogramm Wasser aufgenommen. Es entstehen 1000 Kilogramm Holz unter Freisetzung von 541 Kilogramm Wasser und 1392 Kilogramm Sauerstoff.

Einsatz Ertrag
Kohlendioxyd 1851 Kilogramm

Wasser 1082 Kilogramm

Holz 1000 Kilogramm
Wasser 541 Kilogramm
Sauerstoff 1392 Kilogramm

Alle Elemente, die in der Holzsubstanz gebunden sind, wurden mit Hilfe der Sonnenenergie eingebaut. Das sind neben Kohlendioxyd, Sauerstoff und Wasserstoff auch Stickstoff, Calcium, Magnesium und die Spurenelemente.

Nicht nur die naturgegebene Produktion des Holzes ist verblüffend. Bemerkenswert ist, dass gleichzeitig viele lebensnotwendige Wirkungen erzeugt werden: Der Sauerstoff zum Atmen, die Luftfeuchtigkeit für ein allgemeines Wohlbefinden, der aus der Luft gefilterte Staub, die Speicherung des Grundwassers. Gibt es einen vergleichbaren, auf die Bedürfnisse der Menschen angepassten Produktionsprozess?

Wald und Holz sind Kohlenstoffspeicher. Holznutzung führt zu einer Reduzierung des CO2- Anstieges in der Atmosphäre.

Jedes Holzprodukt, gleich ob Kochlöffel, Möbel oder Holzhaus, verlängert die Speicherwirkung um ein Vielfaches.

Beispielhaft bindet das Bauholz eines durchschnittlichen Einfamilienhauses etwa fünf bis zehn Tonnen CO2.

Ob Holz am Ende seines Lebensweges verrottet oder ob es zur Energiegewinnung verbrannt wird, es wird nur die Menge an CO2  an die Atmosphäre freigesetzt, die bei der Photosynthese im Holz gebunden wurde.

Wer Holz und seine Produkte nutzt, leistet einen aktiven Beitrag zum Klima- und Umweltschutz!